Die Geschichte von Leibdoctor

Die Sicht der Dinge ändert sich durch eine neue Perspektive…

Das gesamte Leibdoctor-Team besitzt mehrjährige Erfahrung im Gesundheitssektor mit Einblicken in nahezu jeden Bereich der Patientenbetreuung. Ganz gleich, ob Behandlung von Patienten im Krankenhaus oder in der Praxis, uns missfiel zunehmend, wie mit Patienten umgegangen wurde. Wie sie abgearbeitet und zum Teil einfach abgespeist oder allein gelassen wurden. Wir wissen also aus Erfahrung, was in der Patientenbetreuung alles falsch läuft.

Verbesserungen sind jedoch im Klinik- oder Praxisalltag entweder nicht gewollt oder können nur schwer umgesetzt werden.

Wir erfuhren von jetzt auf gleich am eigenen Leib, wie alleingelassen man sich als Patient mitunter fühlt. Wie sehr man sich gerade in Notsituationen wünscht, von Ärzten umfassend informiert zu werden, an die Hand genommen zu werden. Oder einfach die mündliche Versicherung zu erhalten, dass man sich um uns kümmern und alle Hebel in Bewegung setzen werde, um diese schwere Zeit zu überstehen.

Leider blieb es bei diesem Wunschdenken.

Unsere Mutter erhielt nachmittags ohne jegliche Emotion des übermittelnden Arztes am Telefon eine Krebsdiagnose. Es war ein reiner Zufallsbefund, der im Rahmen einer Routinekontrolle festgestellt wurde. Weitere Informationen erhielt sie während dieses Telefonats nicht.

Durch Erhalt einer Krebsdiagnose wird einem zunächst einmal gehörig der Boden unter den Füßen weggerissen. Zum einen ist man mit furchtbarer Angst konfrontiert, zum anderen stellt man sich unzählige Fragen. Was genau diese Diagnose für einen bedeutet. Wie es weitergeht. Wie die Überlebenschancen sind. Wie man nach hoffentlich erfolgreicher Therapie sein Leben leben kann.

Doch all diese Fragen beantwortet einem weder der Arzt am Telefon, noch sonst irgendjemand an einem Mittwochnachmittag.

Man steht mit dieser absoluten Ausnahmesituation allein da und dabei könnte es so helfen, wenn man Antworten auf diese Fragen bekäme. Und zwar nicht erst, wenn man eine Woche später den Aufnahmetermin im Krankenhaus hat, sondern wenn man den ersten Schock verdaut hat und Antworten auf diese Fragen erhalten möchte.

Uns ging es nun so, dass wir den Vorteil eines medizinischen Hintergrundes hatten. Insofern konnten wir uns informieren, ohne auf die Gesprächsfreudigkeit eines Arztes angewiesen zu sein.

Im Laufe der nächsten Monate sahen wir uns nun aber fast täglich mit den Schwachstellen des Gesundheitssystems konfrontiert.

Friendly female hands holding patient hand lying in bed for encouragement, empathy, cheering and support while medical examination.

Wir sahen, wie Fehler begangen wurden, die einem Nichtmediziner niemals auffallen würden.

Wir sahen, wie man als Patient oder Angehöriger kaum die Möglichkeit bekommt, seine Fragen zu stellen, geschweige denn eine zufriedenstellende Antwort zu erhalten.

Wir sahen, wie Fehldiagnosen gestellt wurden, weil zu viele Ärzte nicht über den Tellerrand ihres Fachgebietes hinausblicken und nur Scheuklappen tragen.

Wir sahen, wie es unserer Mutter Tag für Tag schlechter ging, dagegen aber nichts unternommen wurde, weil sowohl Ärzte als auch Pflegschaft nicht weiter wussten.

Wir sahen mehrfach, wie man nach gewisser Liegedauer völlig unabhängig vom gesundheitlichen Zustand einfach entlassen wird. Mal, weil die behandelnden Ärzte nicht mehr weiter wissen. Mal, um zum Sterben nach Hause geschickt zu werden.

Wir sahen, wie völlig unqualifizierte Assistenzärzte auf Intensivstationen nicht auch nur ansatzweise in der Lage sind, auf Notfälle zu reagieren, sich dann herausreden und die Patienten nebst Angehörigen für dumm verkaufen.

Wir sahen, wie niedergelassene Ärzte zum Teil haarsträubende Fehler begehen und damit das Leben ihrer Patienten aufs Spiel setzen, weil sie auf dem Wissensstand von vor zwanzig Jahren stehen geblieben sind.

Wir sahen, wie völlig realitätsfremde Entscheidungen von Sachbearbeitern am Schreibtisch über Krankengeldbezug, Pflegegrad, Grad der Schwerbehinderung oder Erstattung von Arztrechnungen etc. bestimmen.

Wir sahen, dass man selbst von Hausärzten nach vielen Jahren der Behandlung im Stich gelassen wird, weil die weitere Betreuung zu komplex ist, die benötigten Medikamente zu teuer für das Praxisbudget sind und der gesamte Krankheitsfall einfach zu viel Zeit frisst.

Und wir stellten uns immer die Frage, wie Patienten beziehungsweise deren Angehörige diese Situationen bewältigen, wenn sie keinen medizinischen Hintergrund haben.

Daher ist es uns ein persönliches Anliegen, Ratsuchenden durch die umfängliche Leibdoctor-Betreuung helfen zu können. Wir wissen genau, wie hilf- und machtlos man sich in diesen Situationen fühlt und wodurch man Hilfe erfahren kann.

Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass es sich lohnt Befunde, Diagnosen, Therapien und dergleichen zu hinterfragen und zu kämpfen, auch wenn die Dinge als aussichtslos dargestellt werden.

Unsere Mutter ist mittlerweile wieder die Alte, selbst wenn sie körperlich noch sehr geschwächt ist. Auch wenn sie von den Ärzten mehrfach aufgegeben wurde und wir sogar zum Abschiednehmen ins Krankenhaus zitiert wurden – wir haben wie die Löwen gekämpft und genießen nun jeden Tag den Erfolg davon.

Wir können das Gesundheitssystem leider nicht ändern. Wir können aber durch Leibdoctor unsere Hilfe, unseren Beistand und unsere Beratung anbieten, um Ratsuchenden beizustehen, wenn sie Fragen haben. Es geht nämlich um das wichtigste, was wir haben – unsere Gesundheit.

Leibdoctor Trio: Anke Tietz, unsere Mami, Dr. Bianca Fräderich
Die drei Damen verantwortlich für Leibdoctor: Anke Tietz, unsere kleine Mami und Dr. Bianca Fräderich (von links nach rechts)